Ausgelegtes Schwellen auf der Geraden vor Münzenberg

Streckenarbeiten März 2026 – Lückenschluss vor Münzenberg und Schwellenwechsel bei Gambach

Der März 2026 stand ganz im Zeichen großer Fortschritte auf der Strecke zwischen Griedel, Münzenberg und Gambach. Nachdem im Februar die umfangreiche Schwellenbaustelle vor Münzenberg vorbereitet wurde, konnte im März der entscheidende Lückenschluss hergestellt werden. Parallel dazu begannen bereits die nächsten Maßnahmen zum Einzelschwellentausch vor Gambach sowie umfangreiche Vorbereitungen für das maschinelle Stopfen der in den letzten Jahren erneuerten Gleisabschnitte.

Lückenschluss vor Münzenberg: 270 Betonschwellen und 110 Meter Schiene

Gleich zu Monatsbeginn zahlten sich die Vorarbeiten aus: Innerhalb weniger Arbeitstage wurden auf rund 270 nahezu perfekt ausgerichteten Betonschwellen die Schienen aufgelegt, eingeschoben und verschraubt. Dabei kam erstmals intensiv die „Kantholz-Rollen-Technik“ in Verbindung mit dem Zweiwegebagger zum Einsatz, wodurch das Einschieben der schweren S49-Schienen erstaunlich effizient gelang.

Bereits nach kurzer Zeit waren 110 Meter Gleis befahrbar teilverschraubt. Restarbeiten wie Laschen, vollständiges Verschrauben und das anschließende Schottern konnten zügig nachgezogen werden. Damit ist der zuvor unterbrochene Abschnitt vor Münzenberg wieder für Baufahrzeuge durchgängig befahrbar.

Vorbereitung und Start des Einzelschwellentauschs vor Gambach

Nach Abschluss dieser Großbaustelle verlagerte sich der Fokus zur nächsten Maßnahme: dem Einzelschwellentausch vor Gambach. Hier wurden zunächst über 90 marode Holzschwellen markiert, die Verschraubungen gelöst, Kleineisen entfernt und die Schwellenköpfe freigelegt.

In mehreren Einsätzen konnten bereits 58 Schwellen mit Hilfe des EPP-Schwellenwechslers ersetzt werden. Schritt für Schritt arbeitet sich das Team hier weiter in Richtung Gambach vor. Diese Arbeiten sind besonders personalintensiv, da viele Handgriffe nacheinander erfolgen müssen – vom Freilegen über Bohren bis zum erneuten Verschrauben.

Maschinelle Unterstützung: Stopfvorbereitungen der letzten Baujahre

Ein besonderes Highlight im März war der zweitägige Einsatz der Firma
Gleisbau KAISER mit dem „Rhönfeger“ SSP 110.

Sowohl das Bahnsteiggleis in Bad Nauheim Nord als auch zahlreiche Streckenabschnitte zwischen Griedel und Münzenberg, die in den letzten drei Jahren durch den Verein erneuert wurden, konnten damit gehoben, gerichtet und für den Einsatz der Weichenstopfmaschine vorbereitet werden.

Aus der zuvor teils welligen Gleislage wurde wieder ein sauber gerichtetes Gleis – eine wichtige Voraussetzung für die nachhaltige Stabilisierung des Oberbaus.

Feinarbeiten trotz Regenwetter

Selbst ein ganzer Regentag hielt ein kleines Team nicht davon ab, letzte Vorbereitungen für den Stopfmaschineneinsatz zu treffen. Schienenübergänge wurden angehoben, ein Überwachungssignal komplettiert und nebenbei sogar noch Staplerreifen gewechselt.

Arbeiten an Fahrzeugen und Material

Auch abseits der Strecke gab es Fortschritte:

  • Ein 4-achsiger Lagerwagen aus Darmstadt traf ein, der künftig nach Aufarbeitung zur Materiallagerung dienen soll.
  • Am MBW 134 wurden Sitzbänke lackiert und weiter montiert.
  • Am Rolba wurden die Führerhaustüren gestrichen.
  • Der Schotterbesen war unter der Woche im Einsatz, um lose geschotterte Abschnitte für das Stopfen vorzubereiten.

Fazit: März als Monat der sichtbaren Ergebnisse

Der März 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, wie gut Vorbereitung und Teamarbeit ineinandergreifen. Der Lückenschluss vor Münzenberg, der Start des Schwellenwechsels vor Gambach und die maschinelle Nacharbeit der letzten Bauabschnitte sorgen gemeinsam dafür, dass die in den vergangenen Jahren geleistete Arbeit nun auch qualitativ auf ein neues Niveau gehoben wird.

Viele Hände, viele Arbeitsschritte – und überall sichtbarer Fortschritt auf der Strecke in der Wetterau.